Info-Nr.: 1178, Ressort "Kommunalpolitik"
   
Europawahl 2009: Statistischer Wahlendbericht und ergänzende Analyse als Kurzinfo des Fachbereichs Statistik
 

Der Fachbereich Statistik stellt zeitgleich mit dem Endbericht der Europawahl eine weitere Kurzinformation zur Ergebnisanalyse dieser Wahl ins Netz: 


http://www.statistik.dortmund.de


Darin wird anhand von Tabellen, erläuternden Grafiken und einem knappen zusammenfassenden Text Fragen der unterschiedlichen Wahlergebnisse in den einzelnen Ortsteilen nachgegangen. Zunächst werden Ortsteile als Parteihochburgen gekennzeichnet und anschließend dort das Ergebnis beziehungsweise die Ergebnisveränderungen dargestellt. Interessant sicherlich, dass in den Hochburgen der SPD und der Grünen nicht diese, sondern die FDP und DIE LINKE zugelegt haben. Und unabhängig wessen Hochburg, 2004 konnte die SPD in allen deutlich zulegen, während die übrigen in allen rückläufige %-Ergebnisse aufwiesen. Einzig die CDU konnte ihr Ergebnis von der Europawahl zur Kommunalwahl knapp verbessern. 

Anhand von 6 Typen, die sich einerseits aus der Bebauungsstruktur ergeben, anderseits aber auch soziale Differenzierungen erlauben, wurden die Stimmbezirke eingeteilt und das Wahlergebnis pro Typ berechnet, natürlich ohne Briefwahl. Während die Stimmanteile für SPD und CDU in den Einfamilienhausgebieten gleich hoch sind (mit Vorteilen für die SPD), gewinnt die SPD in allen übrigen Bereichen, insbesondere in den außerhalb gelegenen Mehrfamilienhausgebieten und Großsiedlungen, die auch ökonomisch belastet sind. Dort hat sie auch beträchtliche Zuwächse zu verzeichnen. Dort und in Typ 5, hochverdichteter Geschosswohnungsbau wie etwa in der Nordstadt, hat sie aber auch mit einer starken Konkurrenz durch DIE LINKE zu rechnen. Allerdings ist diese, gemeinsam mit der FDP, auch Gewinner in den Einfamilienhausgebieten. Das mit absoluten Zahlen hinterlegt gibt Hinweise auf die Potenziale für Politikrichtungen. 

Im Wahlendbericht werden die Ergebnisse noch einmal so präsentiert, wie der Wahlausschuss sie am 15. Juni 2009 beschlossen hat, ergänzt um die repräsentative Wahlstatistik und die Ergebnisse der Wahlnachbefragung. Anhand derer Ergebnisse gelingt es, ein Bild der Wähler zu zeichnen: Die Dortmunder generell siedeln sich etwas links der Mitte an, wobei die CDU- und FDP-Wähler diese treffsicher für sich beanspruchen. SPD-Wähler sehen sich eher im linken Spektrum der bürgerlichen Mitte, die Grünen in deren Schnittmenge zu linker Politik. DIE LINKEN werden auch von Wählern gewählt, die sich als links stehend bezeichnen. Das Ergebnis mit absoluten Zahlen hinterlegt gibt Hinweise darauf, wie groß die Potenziale für einzelne Politikrichtung sein können. 

Die Europawahl war keine Testwahl für die Kommunalwahl am 30. August 2009, erst recht nicht für die Bundestagswahl am 27. September 2009. Sie gibt aber Hinweise wo die einzelnen Parteien stark waren, wo aber auch noch Potenziale schlummern.
 
 
Städtischer Pressedienst, 24.06.2009 Wenn Sie diesen Text übernehmen möchten...
Kontakt: Hans-Joachim Skupsch, Tel. 0231/ 50 - 2 56 77
 
 

 

 © Stadt Dortmund ·  www.dortmund.de


Dateianhangsymbol
24.6.09, PM Europawahl Endbericht.doc
Dateianhangsymbol
Europawahl 2009 - Abschlussbericht.pdf
Dateianhangsymbol
2009-01 - Kurzinfo.pdf