Europawahl
2009: Statistischer Wahlendbericht und ergänzende Analyse als Kurzinfo
des Fachbereichs Statistik
Der Fachbereich Statistik
stellt zeitgleich mit dem Endbericht der Europawahl eine weitere Kurzinformation
zur Ergebnisanalyse dieser Wahl ins Netz:
http://www.statistik.dortmund.de
Darin wird anhand von
Tabellen, erläuternden Grafiken und einem knappen zusammenfassenden
Text Fragen der unterschiedlichen Wahlergebnisse in den einzelnen Ortsteilen
nachgegangen. Zunächst werden Ortsteile als Parteihochburgen gekennzeichnet
und anschließend dort das Ergebnis beziehungsweise die Ergebnisveränderungen
dargestellt. Interessant sicherlich, dass in den Hochburgen der SPD und
der Grünen nicht diese, sondern die FDP und DIE LINKE zugelegt haben.
Und unabhängig wessen Hochburg, 2004 konnte die SPD in allen deutlich
zulegen, während die übrigen in allen rückläufige %-Ergebnisse
aufwiesen. Einzig die CDU konnte ihr Ergebnis von der Europawahl zur Kommunalwahl
knapp verbessern.
Anhand von 6 Typen, die sich
einerseits aus der Bebauungsstruktur ergeben, anderseits aber auch soziale
Differenzierungen erlauben, wurden die Stimmbezirke eingeteilt und das
Wahlergebnis pro Typ berechnet, natürlich ohne Briefwahl. Während
die Stimmanteile für SPD und CDU in den Einfamilienhausgebieten gleich
hoch sind (mit Vorteilen für die SPD), gewinnt die SPD in allen übrigen
Bereichen, insbesondere in den außerhalb gelegenen Mehrfamilienhausgebieten
und Großsiedlungen, die auch ökonomisch belastet sind. Dort
hat sie auch beträchtliche Zuwächse zu verzeichnen. Dort und
in Typ 5, hochverdichteter Geschosswohnungsbau wie etwa in der Nordstadt,
hat sie aber auch mit einer starken Konkurrenz durch DIE LINKE zu rechnen.
Allerdings ist diese, gemeinsam mit der FDP, auch Gewinner in den Einfamilienhausgebieten.
Das mit absoluten Zahlen hinterlegt gibt Hinweise auf die Potenziale für
Politikrichtungen.
Im Wahlendbericht werden
die Ergebnisse noch einmal so präsentiert, wie der Wahlausschuss sie
am 15. Juni 2009 beschlossen hat, ergänzt um die repräsentative
Wahlstatistik und die Ergebnisse der Wahlnachbefragung. Anhand derer Ergebnisse
gelingt es, ein Bild der Wähler zu zeichnen: Die Dortmunder generell
siedeln sich etwas links der Mitte an, wobei die CDU- und FDP-Wähler
diese treffsicher für sich beanspruchen. SPD-Wähler sehen sich
eher im linken Spektrum der bürgerlichen Mitte, die Grünen in
deren Schnittmenge zu linker Politik. DIE LINKEN werden auch von Wählern
gewählt, die sich als links stehend bezeichnen. Das Ergebnis mit absoluten
Zahlen hinterlegt gibt Hinweise darauf, wie groß die Potenziale für
einzelne Politikrichtung sein können.
Die Europawahl war keine
Testwahl für die Kommunalwahl am 30. August 2009, erst recht nicht
für die Bundestagswahl am 27. September 2009. Sie gibt aber Hinweise
wo die einzelnen Parteien stark waren, wo aber auch noch Potenziale schlummern.
Kontakt: Hans-Joachim
Skupsch, Tel. 0231/ 50 - 2 56 77
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