PCB-Belastungen
im Dortmunder Hafengebiet: Erste Welle der Blutuntersuchungen abgeschlossen
- Gesundheitsamt richtet Umweltmedizinische Sprechstunde ein
Insgesamt wurden bis zum
16. Juni 2010 rund 350 Blutproben von Beschäftigten der benachbarten
Firmen auf dem Envio Gelände und zirka 150 Proben von Bürgerinnen
und Bürgern des Umfelds sowie Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern
genommen. Wie angestrebt, liegt somit für die Bewertung der gesundheitlichen
Belastung der Bevölkerung eine ausreichend große Anzahl von
Proben vor. Alle Proben (auch die der Firma Envio) werden von der Universität
Erlangen auf ihren Gehalt an PCB analysiert. Zwar ist die Laborkapazität
des Instituts bei maximal 50 Proben pro Woche erschöpft, dieser Umstand
wird aber zu Gunsten einer einheitlichen Analyse in Kauf genommen. Die
Ergebnisse werden dem Gesundheitsamt Dortmund wöchentlich übermittelt.
Von daher wird eine „belastbare“ Risikobeurteilung Mitte August 2010 erfolgen
können.
Die Bewertungsergebnisse
bestimmen das weitere Vorgehen. Sollten überhöhte Werte gefunden
werden, sind unter Umständen weitere zielgerichtete Untersuchungen
der Betroffenen zum Beispiel auf Dioxine und Furane erforderlich, da PCB-haltige
Materialien meist auch mit diesen Stoffen „verunreinigt“ sind.
Die ersten 50 Ergebnisse
werden im Gesundheitsamt bis zum 12. Juli 2010 erwartet. Selbstverständlich
werden die Untersuchten unmittelbar nach Eingang ihres Ergebnisses informiert.
Hierzu wird das Gesundheitsamt Kleingruppenveranstaltungen in den Betrieben
und Kleingartenvereinen anbieten. Zudem erhält jeder Betroffene sein
Ergebnis schriftlich. Zusätzlich wird im Gesundheitsamt ab dem 2.
Juli 2010 eine Umweltmedizinische Sprechstunde eingerichtet. Somit besteht
dann auch die Möglichkeit, individuelle Termine zu vereinbaren. Weitere
Informationen hierzu erfolgen zeitnah durch das Gesundheitsamt.
Kontakt: , Tel.
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