18.
Bundesfinale im Hip Hop Streetdance in Dortmund
Qualifikation
für WM in Las Vegas im Dietrich-Keuning-Haus
Eine hochkarätige Veranstaltung
der Jugendkultur hat demnächst Premiere in Dortmund: Am 13. März
2010 findet im Dietrich-Keuning-Haus das Finale der 18. Offiziellen Deutschen
Meisterschaft im Hip Hop Streetdance statt. Die Organisatoren, das Dietrich-Keuning-Haus
und die Dachorganisation GermanDanceMasters (GDM) mit finanzieller Unterstützung
der PSD Bank, erwarten dazu rund 50 Crews mit insgesamt etwa 350 Tänzerinnen
und Tänzern sowie bis zu 1.000 überwiegend jugendliche Zuschauerinnen
und Zuschauern. „Keine Frage, da wird in der Nordstadt einmal mehr richtig
die Post abgehen“, ist sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau sicher,
der heute gemeinsam mit GDM-Chef Gerhard Goldmann und der Leiterin des
Dietrich-Keuning-Hauses, Helga Kranz, den Ablauf und das Programm der Veranstaltung
vorstellte. „Ich freue mich sehr, dass es dem Team des Dietrich-Keuning-Hauses
gelungen ist, die Deutschen Hip Hop-Meisterschaften erstmalig nach Dortmund
zu holen, noch dazu im Jahr der Kulturhauptstadt.“
Gestartet wird am Samstag,
dem 13. März in drei Altersgruppen, der Junior-Division (sechs bis
zwölf Jahre), der Varsity-Division (zwölf bis 18 Jahre) und der
Adult-Division (ab 18 Jahre). Wer dabei sein will, muss vorher bei mindestens
drei Qualifikationsturnieren, die überall in der Republik stattfinden,
möglichst viele Punkte gesammelt haben. Gute Chancen auf die Finalteilnahme
hat derzeit auch noch die Dortmunder Formation „Stylematic“. Beim Finale
im Dietrich-Keuning-Haus werden im übrigen nicht nur die Deutschen
Meister ermittelt, sondern zugleich die Teams, die Deutschland 2010 bei
den World Hip Hop Dance Championship in den USA vertreten dürfen.
Wie GDM-Chef Gerhard Goldmann
erläutert, wird eine sehr intensive Zwei-Minuten-Choreographie mit
möglichst dynamischen und originellen Elementen gefordert sein. Je
weniger „gemächliche Showeinlagen“ und je mehr schnelle, kraftvolle
Akrobatikeinlagen, desto höher die Bewertung.
Für Helga Kranz ist
es gar nicht so erstaunlich, dass bei der Wahl des Veranstaltungsortes
Dortmund das Rennen gemacht hat: „Wir sind in diesem Bereich der Jugendarbeit
seit vielen Jahren sehr engagiert unterwegs und haben zudem auch Erfahrung
mit einschlägigen Großveranstaltungen“. So wurden im Jahr 2009
sowohl die Abschlussveranstaltung der Projektwoche „Funky Fresh Dance Jam“
als auch eines der Qualifikationsturniere für die 17. Deutsche Meisterschaft
ausgerichtet, beides mit bundesweiter Resonanz. Darüber hinaus hat
sich das Dietrich-Keuning-Haus durch die intensive Förderung von Kindern
und Jugendlichen zu einer echten Talentschmiede in dieser Sparte entwickelt.
Tanzgruppen haben die Möglichkeit, selbstorganisiert ihre eigene Choreografie
einzustudieren und regelmäßig zu trainieren. Kontinuierlich
finden auch Workshops und Gruppenangebote statt, die insbesondere von Jugendlichen
aus der Nordstadt intensiv wahrgenommen werden. Einige Jugendliche haben
sogar die Chance genutzt, sich die Grundlage für eine Tätigkeit
als freiberuflicher Tänzer oder Tanztrainer im Bereich Streetdance
zu erarbeiten.
Die GermanDanceMasters Organisation
ist, so Goldmann, ein bundesweiter Zusammenschluss
engagierter Streetdance-Enthusiasten, die seit Jahren in der Jugendkulturarbeit
aktiv sind und bundesweit Streetdance-Veranstaltungen nach den internationalen
Regeln der Hip Hop International (HHI) Organisation Los Angeles, USA, veranstalten.
Die GDM ist voll assoziiertes Mitglied des internationalen Verbandes und
stellt einen der weltweiten zehn Direktoren (siehe auch www.HipHopinternational.com)
Goldmann: „Nur wir haben für Deutschland, Belgien, Lichtenstein, Luxemburg
und Österreich das Exklusivrecht zu Nominierung von Nationalmannschaften
für die World Hip Hop Dance Championships in den USA.“
Die Idee, nationale Meisterschaften
der besten Disco Freestyle Dancer zu organisieren, entstand Ende der 1980-er
Jahre. 1991 fand die Premiere für die Erwachsenen statt, seit 2003
werden auch nationale Meisterschaften für Jugendliche durchgeführt.
An den World HipHop Dance
Championships der HHI, der nach Expertenmeinung sportlich anspruchvollsten
HipHop-Weltmeisterschaft, nimmt Deutschland seit 2006 teil. 2007 holte
die HipHop Crew Physical Funk in der Adult-Altersklasse von 39 Crews den
hervorragenden 7. Rang, 2009 von 52 Crews sogar den 5. Platz. Für
die Zukunft ist jetzt das Siegertreppchen angepeilt.
Die GDM ist eine Non-Profitorganisation.
Alle ihre Organisatoren arbeiten ehrenamtlich. Sie verfolgt mit ihren Aktivitäten
neben den sportlichen auch gesellschaftliche Ziele: So wird durch die intensive
Gemeinschaft der HipHopper die Integration von jugendlichen und erwachsenen
Dancern mit unterschiedlichem Migrationshintergrund gefördert. Darüber
hinaus werden internationale Partnerschaften mit Dänemark, England,
Frankreich, Holland, Irland, Italien, Norwegen, Polen, Portugal, Russland,
Schweiz und Spanien gepflegt. Die GDM strebt die Aufnahme beim Deutschen
Sportbund als eigenständiger Verband an.
Kontakt: Udo
Bullerdieck, Tel. 0231/ 50 - 2 53 74
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