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PCB-Blutanalysen liegen vor: Mitarbeiter von Nachbarfirmen nur in wenigen
Fällen und deutlich niedriger belastet
Dem Gesundheitsamt der Stadt
Dortmund liegen inzwischen die Rohdaten zu den Blutuntersuchungen von 105
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor, die bei Firmen auf dem Envio-Gelände
beschäftigt sind. Ein erster Überblick zeigt bei wenigen Personen
erhöhte PCB-Werte im Blut, die allerdings deutlich unter der Belastung
der Mitarbeiter der Fa. Envio liegen. Bei den allermeisten Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern wurden erfreulicherweise Werte im Bereich der durchschnittlichen
Belastung der Bevölkerung festgestellt.
„Das ist noch kein Grund,
wirklich erleichtert aufzuatmen, es belegt aber doch unsere These, dass
die Belastungen mit der Entfernung zur Belastungsquelle abnehmen. Deshalb
schlagen wir unverändert vor, gezielt dort weiter zu untersuchen,
wo wir nach Analyse der Blutuntersuchungen besondere Risiken sehen,“ skizziert
Dr. Annette Düsterhaus, Leiterin des Dortmunder Gesundheitsamtes,
ihre erste Bewertung der Ergebnisse. Sie geht angesichts der neuen Befunde
weiter davon aus, dass die Anwohnerinnen und Anwohner in der Nordstadt
keine über das normale statistische Maß hinausgehende gesundheitliche
Belastung durch PCB haben werden.
Wenn der Stadt Dortmund
auch die Einzelergebnisse zu den 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
vorliegen, wird eine Expertengruppe aus Medizinerinnen und Medizinern der
beteiligten Behörden eine gesundheitliche Bewertung vornehmen und
das weitere Verfahren erörtern. Dieses Gespräch wird vermutlich
am kommenden Mittwoch, 7. Juli 2010, stattfinden. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter erhalten ihre Ergebnisse verbunden mit einer ersten Beratung
dann voraussichtlich am kommenden Freitag, 9. Juli 2010, im Rahmen einer
Teilbetriebsversammlung. Im Anschluss daran wird die Öffentlichkeit
informiert.
Kontakt: Udo
Bullerdieck, Tel. 0231/ 50 - 2 53 47
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